Hinter den Geschichten
Welche Details eine Geschichte wirklich persönlich machen
Ein Name ist ein Anfang. Was eine Geschichte zu eurer macht, sind die kleinen Dinge. So wählst du die Details, die Mira am meisten verraten.
· 3 Min. Lesezeit

Eine Geschichte mit dem Namen deines Kindes ist schön. Eine Geschichte, in der Opas Sternkarte auf dem Tisch liegt, der Hund immer ein bisschen zu spät kommt und das Lieblingslied leise gesummt wird, ist etwas anderes. Diese Geschichte kann nur von euch handeln.
Der Unterschied steckt in den Details. Hier liest du, welche am meisten bewirken und wie du sie Mira, unserer digitalen Geschichtenerzählerin, erzählst.
Fang mit dem an, was dein Kind froh macht
Die erste Frage, die Mira stellt, ist einfach: Worüber freut sich dein Kind? Pferde, Dinosaurier, Bauen, Malen, der Weltraum. Wähl ein paar aus, nicht alles. Zwei oder drei Dinge, die wirklich passen, geben einer Geschichte mehr Richtung als eine Liste mit zehn.
Ein Tipp: Denk daran, was dein Kind in den letzten Wochen am meisten gemacht hat, nicht daran, was es letztes Jahr mochte. Kinder verändern sich schnell, und die Geschichte fühlt sich am lebendigsten an, wenn sie zum Jetzt passt.
Wähl Menschen, keine Rollen
„Opa" ist eine Rolle. „Opa Henk, der jeden Stern beim Namen kennt" ist ein Mensch. Je mehr du darüber erzählst, wer jemand ist, desto besser kann Mira dieser Person einen eigenen Platz in der Geschichte geben.
Du kannst bis zu fünf Figuren mitgeben, die Hauptfigur mitgezählt. Es müssen nicht alles Menschen sein: Ein Haustier oder ein Kuscheltier, das überall mit hingeht, gehört genauso dazu. Mit einem Foto zeichnet Mira sie nach, sodass alle auf jeder Seite wiederzuerkennen sind.
Kleine Dinge, die nur ihr kennt
Hier wird eine Geschichte wirklich zu eurer. Denk an:
- Einen Ort. Die Bank unter dem Apfelbaum, den Strand, an den ihr jeden Sommer fahrt, die Treppe, auf der dein Kind immer wartet.
- Eine Gewohnheit. Das Zahnputzlied, die Pfannkuchen am Samstag, den Witz, den Papa jeden Abend macht.
- Eine Erinnerung. Das Mal, als Opa fast ins Wasser gefallen wäre, die erste Nacht im Zelt, der Moment, als die Katze plötzlich auf dem Dach saß.
- Ein Wort. Das Wort, das dein Kind als Kleinkind erfunden hat und das bei euch zu Hause noch alle benutzen.
Du musst kein Schriftsteller sein. Ein Satz pro Detail reicht; Mira macht eine Geschichte daraus.
Etwas zum Mitgeben
Manchmal möchtest du deinem Kind etwas mitgeben: dass es mutiger ist, als es denkt, dass es gut ist, anders zu sein, dass ein neues Geschwisterchen ihm nichts wegnimmt. Das kannst du Mira gesondert erzählen. Sie lässt es in die Geschichte einfließen, ohne erhobenen Zeigefinger.
Was du besser weglässt
Nicht alles macht eine Geschichte stärker. Zu viele Details auf einmal machen sie unruhig, und Dinge, die dein Kind traurig machen oder ihm Angst einjagen, gehören nur hinein, wenn du dich bewusst dafür entscheidest. Unsicher? Lass es erst einmal weg. Du siehst Miras Idee und die ersten Seiten immer, bevor etwas erstellt wird, und kannst dann noch nachsteuern.
Danach: Du gibst sie frei
Wenn Mira die Geschichte geschrieben und illustriert hat, liest du sie zuerst selbst. Stimmt etwas nicht, oder soll Opa eine größere Rolle bekommen? Du kannst Seite für Seite um eine Änderung bitten. Erst wenn du zufrieden bist, wird das Buch erstellt.
Möchtest du sehen, wie das aussieht? Auf der Seite über Fantasie und Abenteuer und der über Oma und Opa findest du Beispiele dafür, was in einer Geschichte landet.
Ein Name öffnet das Buch. Die Details sorgen dafür, dass dein Kind es nicht mehr weglegt.
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